6. Sinfoniekonzert

6. Sinfoniekonzert

Wolfgang Amadeus Mozart
Sinfonie Nr. 39 Es-Dur KV 543 (1788)
Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550 (1788)
Sinfonie Nr. 41 C-Dur KV 551 Jupiter (1788)

 

Mozarts letzte drei Sinfonien Es-Dur, g-Moll und C-Dur (Jupiter) entstanden in der unvorstellbar kurzen Zeit zwischen Juni und August 1788. Kein äußerer Anlass ist für ihre Komposition überliefert, weder standen Auftraggeber im Hintergrund noch hatte Mozart Aussicht auf konkrete Aufführungsmöglichkeiten. Der Sommer 1788 scheint generell keine sorgenfreie Zeit im Leben Mozarts gewesen zu sein:  Briefe an Michael Puchberg mit der Bitte um Darlehen folgen einander in dichter Folge.
Biographisch findet sich also mitnichten ein Grund für die Entstehung dieser Sinfonien, die als ein Höhepunkt in Mozarts Schaffen noch einmal in gedrängter Form dessen ganzen musikalischen Kosmos aufspannen. Jede der drei letzten Sinfonien prägt eine unverwechselbare musikalische Physiognomie, wie Individuen stehen sie nebeneinander. Allein ihre Anfänge könnten unterschiedlicher nicht sein: Die Sinfonie Es-Dur eröffnet mit der großen Geste einer langsamen Einleitung, deren leuchtende Tonart Es-Dur, der affirmative, punktierte Rhythmus, der Gestus von feierlichem Pathos und die darauf folgende Chromatik die späteren Zauberflöten-Klänge vorwegnehmen. Die Sinfonie g-Moll hingegen scheint aus dem Nichts heraus zu beginnen: piano, im dunklen Moll, mit erregter Achtelbewegung. Darüber entfaltet sich ein Thema,
das sowohl unruhig vorwärts drängt als auch resignierend abfällt und dessen Charakter von Sehnsucht, Klage und Verzweiflung bestimmt ist. Der Beginn der Jupiter-Sinfonie wiederum ist in besonderer Weise von der Idee des Kontrastes geprägt: Einer starken Behauptung – den eröffnenden Unisono-Akkorden im Forte – folgt ein fragender Teil im weichen Piano. Rede und Gegenrede, Sicherheit und Zweifel, Aktion und Kontemplation, also in exemplarischer Weise Mozarts Theaterhaltung und diskontinuierlicher musikalischer Satz, bestimmen den Beginn dieser Sinfonie, der sein abschließendes Pendant im von fugierten Abschnitten durchsetzten Finale findet, dem gewaltigen Höhe- und Schlusspunkt von Mozarts sinfonischem Schaffen.

Musikalische Leitung Wolfgang Bozic
E-Chor E-Chor

Termine

06.02.So 17:00Karten
07.02.Mo 19:30Karten