Publikationen PublikationenSeit Dezember 2006 gibt es an der Staatsoper Hannover die seitenbühne - das Opernjournal mit Informationen, Hintergrundberichten und Fotos aus dem Opernalltag. Zur Spielzeit 2009/10 erscheint die seitenbühne in einem neuen Gewand. Hier können Sie das aktuelle »Proszenium« lesen und sich die bisherigen Ausgaben als pdf-Dokument herunterladen.
seitenbühne Nr. 19 (Mai/Juni 2010) seitenbühne Nr. 18 (März/April 2010) seitenbühne Nr. 17 (Januar/Februar 2010) seitenbühne Nr. 16 (November/Dezember 2009) seitenbühne Nr. 15 (September/Oktober 2009) seitenbühne Nr. 14 (Mai/Juni 2009) seitenbühne Nr. 13 (März/April 2009) seitenbühne Nr. 12 (Januar/Februar 2009) seitenbühne Nr. 11 (November/Dezember 2008) seitenbühne Nr. 10 (September/Oktober 2008) seitenbühne Nr. 9 (Mai bis Juli 2008) seitenbühne Nr. 8 (März/April 2008) seitenbühne Nr. 7 (Januar/Februar 2008) seitenbühne Nr. 6 (November/Dezember 2007) seitenbühne Nr. 5 (September/Okrober 2007) seitenbühne Nr. 4 (Juni/Juli 2007) seitenbühne Nr. 3 (April/Mai 2007) seitenbühne Nr. 2 (Februar/März 2007) seitenbühne Nr. 1 (Dezember 2006/Januar 2007)
>>> Proszenium Nr. 19 Tanz ohne Dis-Tanz, bitte!Blättert man in einem Programmheft eines Ballettabends, sieht man, dass die Tänzerinnen und Tänzer meist nicht aus der lokalen Umgebung des Theaters kommen, sondern aus den unterschiedlichsten Regionen der Erde mit den verschiedensten Temperamenten und Lebensgewohnheiten. Auf allen Kontinenten wird getanzt, gibt es professionelle Ballettausbildung, Tänzer und Tanzkompanien. In verschiedenen Regionen hat der Standard der Ausbildung interessante Ursprünge. Zum Beispiel kommen viele sehr gut ausgebildete Tänzer aus Südamerika, was damit zusammenhängt, dass die Ballets Russes von Sergei Diaghilev ihre letzte Tournee dort abbrechen mussten, weil sie in finanzielle Nöte kamen. Einige der Kompaniemitglieder blieben dort und bauten eine Struktur von Schulen auf, die bis heute weiterwirkt. Das Ballettnetz spannt sich über die ganze Welt und ist eng geknüpft. Die Wege der Tanzschaffenden kreuzen sich immer wieder an entscheidenden Punkten, bei Choreographen, Kompanien, auf Tourneen oder auch manchmal Sommerkursen. Für Tänzer ist Sprache als Arbeits-Kommunikations-Notwendigkeit nicht vorrangig. Unsere Arbeit vermittelt sich direkt über den Körper, was uns die Freiheit gibt, unabhängig von Nationalitäten grenzüberschreitend zusammenzuarbeiten. In ihrer Arbeit sind Tänzer einander sehr nah, sowohl körperlich als auch emotional. Sie sind aufeinander angewiesen und tragen füreinander große Verantwortung, da sie selbst bei einer kleinen Unachtsamkeit den Partner verletzen könnten. Einerseits müssen Tänzer, wie Sänger oder Schauspieler, ihre Persönlichkeit auf der Bühne zeigen, aber anders als in den anderen Sparten müssen sie sich auch extrem unterordnen können, denn im Ensemble ist jeder kleine Fehler sofort sichtbar und wirkt sich auf die ganze Gruppe aus. Die Spanne zwischen Egozentrik und Gleichklang verlangt Flexibilität von jedem einzelnen. Es ist immer wieder spannend zu sehen, wie die Zusammenarbeit all dieser unterschiedlichen Künstler funktioniert, um eine gemeinsame Vision zu erschaffen: einen Ballettabend. Die Vielfalt und Internationalität des Tanzschaffens können Sie einmal mehr im Juni erleben, wenn fast alle Kompanien und viele freie Gruppen aus Braunschweig, Bremen, Bremerhaven, Hamburg, Kiel, Oldenburg, Osnabrück und Hannover im Rahmen des »8. Norddeutschen Tanztreffens« zusammenkommen. Erleben Sie Tanzproduktionen unterschiedlichster Stilrichtungen auf den Bühnen Hannovers! Ihr Ballettdirektor |
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