Der junge Lord

Oper von Hans Werner Henze

Komische Oper in zwei Akten 1964
Text von Ingeborg Bachmann nach der Parabel »Der Affe als Mensch« aus Wilhelm Hauffs Märchensammlung »Der Scheik von Alexandria und seine Sklaven« (1827)

Premiere der Inszenierung am 2. September 2017

Einführung 15:30 | So 17.09.17 | 16:00–18:30 | Opernhaus

Abonnement: Sonntag Nachmittag 6b (16:00 Uhr)

  • Der junge Lord
    © Jörg Landsberg
  • Uwe Gottswinter, Ensemble
    © Jörg Landsberg
  • Rebecca Davis, Simon Bode
    © Jörg Landsberg
  • Stefan Adam, Frank Schneiders (kniend), Marco Vassalli, Franz Mazura, Martin Busen, Edward Mout
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  • Tichina Vaughn, Stefan Adam
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  • Julie-Marie Sundal, Sung-Keun Park
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  • Simon Bode, Julie-Marie Sundal, Sung-Keun Park, Rebecca Davis, Ensemble
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  • Sung-Keun Park, Ensemble
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  • Sung-Keun Park, Rebecca Davis
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  • Edward Mout (l.), Josy Santos, Martin Busen, Frank Schneiders, Carmen Fuggiss, Marco Vassalli
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  • Franz Mazura, Stefan Adam (verdeckt), Sung-Keun Park, Rebecca Davis
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  • Rebecca Davis, Simon Bode
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  • Josy Santos, Julie-Marie Sundal, Carmen Fuggiss
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  • Franz Mazura, Kinderchor, Statisterie
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  • Stefan Adam, Ensemble
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  • Ensemble
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  • Simon Bode, Ensemble
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  • Rebecca Davis, Ensemble
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  • Julie-Marie Sundal, Ensemble
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  • Rebecca Davis, Simon Bode
    © Jörg Landsberg

ZUM STÜCK

Natürlich sind die Erwartungen groß, seit bekannt ist, dass ein betuchter englischer Adeliger die verlassene Villa am schönen Hauptplatz in Hülsdorf-Gotha beziehen wird. Keine Frage: Auch ohne diesen Zuzug kann man als Einwohner stolz sein, hier zu leben – Hülsdorf-Gotha ist eine kleine, aber gastliche Residenzstadt; Umgangsformen, Tradition und Pünktlichkeit zählen hier noch. Dennoch verspricht dieser Neuankömmling, Sir Edgar, dem Ort ein gewisses »je ne sais quoi« (wie man auf Englisch sagen würde; das weiß der Hülsdorf-Gothaer von Welt) zu verleihen; und sollte sich dieser Sir gar als spendabel herausstellen – umso besser für die Stadtkassen. Doch als der noble Engländer wortlos in seinem Haus verschwindet und nur durch seinen Sekretär um Verständnis für seine Erschöpfung nach der langen Reise bitten lässt und obendrein eine Einladung zu Diner und Ballettabend im Kasino höflich ausschlägt, bleibt das Empfangskomitee verwirrt zurück. Einzig Luise, die beste Partie der Stadt, und der Student Wilhelm profitieren von der chaotischen Situation: Sie nutzen die allgemeine Aufregung für einen unbeobachteten Moment scheuer Kontaktaufnahme. Angebote seitens der Hülsdorf-Gothaer, die Wogen zu glätten, gibt es genug. Doch ausgerechnet eine Einladung zum Tee im Salon der Baronin Grünwiesel sagt Sir Edgar ab – die Baronin ist brüskiert. Als der Engländer sich bei einem Auftritt von fahrendem Zirkusvolk öffentlich amüsiert, ist man sich einig: Sir Edgar habe sich unmöglich gemacht, und fortan wird sein Treiben mit großem Misstrauen beobachtet. Umso gerechtfertigter scheint dies, als eines Nachts schreckliche Laute aus seiner Residenz dringen – handelt es sich dabei um grausige Experimente? Die braven Hülsdorf-Gothaer beschleicht das Gefühl, man habe schon immer so etwas geahnt. Wie es sich für eine Komödie gehört, folgt hier in Ingeborg Bachmanns und Hans Werner Henzes Portrait einer fiktiven deut schen Kleinstadt die überraschende Wende. Endlich offenbart sich der wahre Grund für Sir Edgars öffentliche Zurückhaltung: In Bälde werde er ein großes Fest geben, um seinen Neffen, den jungen Lord Barrat, in die Gesellschaft einzuführen. Neugier und Wohlwollen der Hülsdorf- Gothaer sind wiederhergestellt – und tatsächlich: Der junge Lord macht großen Eindruck – vor allem auf die junge Luise, die bisher dem Studenten Wilhelm verfallen war. Wird dieser sie in der allgemeinen Begeisterung für Barrat noch umstimmen können?

 

Nach »Die englische Katze« präsentiert die Staatsoper Hannover eine der wenigen komischen Opern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Henze nannte Rossini und Mozart als musikalische Vorbilder und »würzt« deren musikalischen Einflüsse mit einem ordentlichen Schuss Strawinsky. So treffen große lyrische Momente der Liebenden auf Gesellschaftspersiflagen, die in großen Ensemble- und Chorszenen virtuos über die Bühne rauschen – und zeigen: auch in einer verlässlichen Kleinstadtidylle müssen die Dinge nicht immer sein, wie und was sie scheinen.

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Deutschlandfunk Kultur, "Fazit" Deutschlandfunk Kultur, 02.09.17
mehr
Schöner Schein Deutschlandfunk, Kultur heute, 03.09.17
mehr
"Der junge Lord" feiert Premiere in Hannover NDR Kultur, 03.09.17
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Bunt ist besser Online Merker, 03.09.17
mehr
Die barbarische Erziehung zum Menschen Frankfurter Allgemeine Zeitung, 04.09.17
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Spitzendeckchen und Fremdenhass neue musikzeitung, 05.09.17
mehr
Amüsiertheater als Selbstzweck concerti.de, 05.09.17
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TERMINE & KARTEN

Termine

24.09.17So 18:30Karten
04.10.17Mi 19:30Karten
19.10.17Do 19:30Karten

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Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Mark Rohde
Inszenierung
Bernd Mottl
Bühne
Friedrich Eggert
Kostüme
Alfred Mayerhofer
Licht
Sascha Zauner
Choreographie
Anastasiya Bobrykova
Choreinstudierung
Dan Ratiu
Leitung Kinderchor
Heide Müller
Dramaturgie
Christopher Baumann

Besetzung

Besetzung

Sir Edgar
Franz Mazura
Sekretär
Stefan Adam
Lord Barrat
Sung-Keun Park
Begonia
Tichina Vaughn
Bürgermeister
Martin Busen
Oberjustizrat Hasentreffer
Frank Schneiders
Ökonomierat Scharf
Marco Vassalli
Professor von Mucker
Edward Mout
Baronin Grünwiesel
Julie-Marie Sundal
Frau von Hufnagel
Josy Santos
Frau Oberjustizrat Hasentreffer
Carmen Fuggiss
Luise
Rebecca Davis
Ida
Julia Sitkovetsky
Ein Kammermädchen
Ylva Stenberg
Wilhelm
Simon Bode
Amintore La Rocca
Latchezar Pravtchev
Ein Lichtputzer
Gihoon Kim
1. Junger Herr
Martin Rainer Leipoldt
2. Junger Herr
Thomas Kubitza
3. Junger Herr
Sebastian Franz
Chor der Staatsoper Hannover
Kinderchor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

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Produktion empfohlen ab Klasse 9

 

Ein Formular für die Kartenbestellung für Schulklassen unter kasse@staatstheater-hannover.de oder Fax (0511) 9999 1999 finden Sie hier.

 

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