Salome

Oper von Richard Strauss

Drama in einem Akt 1905
Text vom Komponisten nach dem Drama »Salomé« von Oscar Wilde (1892) in der Übersetzung von Hedwig Lachmann

Premiere | anschl. Premierenfeier im Foyer | Sa 18.11.17 | 19:30 | Opernhaus

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  • Annemarie Kremer (Salome)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Annemarie Kremer (Salome), Brian Davis (Jochanaan)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Annemarie Kremer (Salome), Brian Davis (Jochanaan)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Annemarie Kremer (Salome), Brian Davis (Jochanaan)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Annemarie Kremer (Salome), Robert Künzli (Herodes)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Annemarie Kremer (l., Salome), Martin Rainer Leipoldt (1. Jude), Robert Künzli (Herodes), Khatuna Mikaberidze (Herodias)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Martin Rainer Leipoldt (l., 1. Jude), Uwe Gottswinter (3. Jude), Michael Dries (5. Jude), Edward Mout (4. Jude), Pawel Brozek (2. Jude), Byung Kweon Jun (2. Nazarener)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Robert Künzli (Herodes), Annemarie Kremer (Salome)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Robert Künzli (Herodes), Annemarie Kremer (Salome), Ensemble
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  • Khatuna Mikaberidze (Herodias), Byun Kweon Jun (2. Nazarener), Daniel Eggert (1. Nazarener)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Annemarie Kremer (Salome)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Annemarie Kremer (Salome), Ensemble
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Brian Davis (Jochanaan), Annemarie Kremer (Salome)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Annemarie Kremer (Salome), Brian Davis (Jochanaan)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Annemarie Kremer (Salome), Khatuna Mikaberidze (Herodias), Robert Künzli (Herodes)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Robert Künzli (Herodes), Ensemble
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture
  • Annemarie Kremer (Salome), Edward Mout (4. Jude)
    © Thomas M. Jauk / Stage Picture

ZUM STÜCK

»Mit Schmutz befasse ich mich nicht!«, antwortete einst ein älterer Mitarbeiter des Bayreuther Festspielhauses auf die Frage, ob er das kurze Zeit vorher in Dresden uraufgeführte Musikdrama »Salome« von Richard Strauss kenne. Vamp, Femme fatale, erotisches Monstrum – solche Klischees bestimmen bis heute das Bild der Titelfigur, die zum Inbegriff der männermordenden, in sexuellen Abirrungen befangenen Bestie und gleichzeitig zum Symbol einer décadence wurde, der die verzweifelte Suche nach sinnlichen Sensationen zum Selbstzweck und damit zur Bestätigung eines emotionalen Vakuums geraten ist. Als Ziel moralischer und religiöser Entrüstung und als Objekt der Begierde gleichermaßen hat es die judäische Königstochter zu einer Prominenz gebracht, die sich in den künstlerischen Gestaltungen ihrer Geschichte über die Jahrhunderte widerspiegelt. Salome wurde so zur Legende, in der sich eher die aktuellen Konflikte der jeweiligen Zeit niederschlugen, als dass es sich um die Überlieferung eines historisch verbürgten Ereignisses handelte, ja die Figur rückte damit erst ins Zentrum des Interesses. Aber erst durch Oscar Wildes 1892 entstandenen Einakter wurde die Prinzessin zur Symbolgestalt eines morbiden und nach Schönheit und Luxus gierenden Fin de Siècle – und zum Sprachrohr der Sehnsucht nach Sinnlichkeit inmitten einer in Konventionen erstarrten und faulenden Gesellschaft. Die Parallelität der Herodes-Welt zur bürgerlichen Gegenwart um 1900 hat denn auch manchen zeitgenössischen Herodes in dem Stück einen Auswuchs abgrundtiefer Verkommenheit erblicken lassen, was scheinbar noch durch den Lebenswandel des Autors bestätigt wurde.

 

Nach seinen zwei Opernerstlingen gelang Strauss mit »Salome« der große Wurf, mit dem er Theatergeschichte geschrieben hat. Die Sprache Wildes, die geradezu nach Musik schreit, eröffnete Strauss neue, weit über Wagner hinausgehende Ausdrucksmittel. In der »Salome« wird die Gesangsstimme zu einem Teil des Orchesters, und die Musik liefert ein Psychogramm der Bühnenfiguren; das eigentliche Drama vollzieht sich im Inneren dieser Figuren. Denn ungeachtet des üppigen Orchesterklangs ist Strauss’ »Salome« kein Werk oberflächlicher orientalischer Prachtentfaltung und bunter Exotismen. Der Komponist verwahrte sich gegen die »exotischen Tingeltangeleusen mit Schlangenbewegungen«, wie er sie zu Lebzeiten in vielen Inszenierungen sehen musste, und betonte stattdessen die Keuschheit und Würde der Hauptfigur. Den Dirigenten gab er den Rat, die Musik so zu dirigieren, als wäre es »Elfenmusik« von Mendelssohn. In einem der vielleicht am meisten missverstandenen Werke der Operngeschichte gilt es, das innere Drama der jungen Prinzessin, die aus einer deformierten Welt ausbrechen will, an die sie letztlich doch gekettet ist, neu zu entdecken.

 

 

 

Mit freundlicher Unterstützung der Gesellschaft der Freunde des Opernhauses Hannover e.V.

TERMINE & KARTEN

Termine

22.11.17Mi 19:30Karten
01.12.17Fr 19:30Karten
10.12.17So 18:30Karten
13.12.17Mi 19:30Karten
22.12.17Fr 19:30Karten
07.01.18So 16:00Karten
03.02.18Sa 19:30Karten

VIDEO

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Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Ivan Repušić
Inszenierung
Ingo Kerkhof
Bühne
Anne Neuser
Kostüme
Inge Medert
Licht
Elana Siberski
Choreographie
Mathias Brühlmann
Dramaturgie
Klaus Angermann

Besetzung

Besetzung

Salome
Annemarie Kremer
Herodes
Robert Künzli
Herodias
Khatuna Mikaberidze
Jochanaan
Brian Davis
Narraboth
Simon Bode
Page
Hanna Larissa Naujoks
1. Jude
Martin Rainer Leipoldt
2. Jude
Pawel Brozek
3. Jude
Uwe Gottswinter
4. Jude
Edward Mout
5. Jude
Michael Dries
1. Nazarener
Daniel Eggert
2. Nazarener
Byung Kweon Jun
1. Soldat
Frank Schneiders
2. Soldat
Jong-Soo Ko
Cappadocier
Gihoon Kim
Sklave
Marlene Gaßner
Orchester
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

Theaterpädagogische Angebote

Produktion empfohlen ab Klasse 11

 

Ein Formular für die Kartenbestellung für Schulklassen unter kasse@staatstheater-hannover.de oder Fax (0511) 9999 1999 finden Sie hier.

 

Musiktheaterpädagogische Angebote für Lehrer erhalten Sie unter eva-maria.koesters@staatstheater-hannover.de oder Telefon (0511) 9999 1085.