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Die Konzertsaison 2012/13

Liebe Konzertfreunde.

 

Dem Begriff »Volksmusik« haftet, besonders in Deutschland aus nachvollziehbaren Gründen, eine gewisse Ambivalenz an, hat sich doch in seiner Geschichte musikalisch Ursprüngliches oder Populäres einst mit dem Völkischen vermischt. Die amerikanische Sichtweise gibt sich da historisch bedingt unverkrampfter, und so trifft man über dem Teich auf Konzertformen, die scheinbar Differentes in neue, freiere Zusammenhänge bringt: Volk übersetzt heißt Folk.

 

Dabei hat auch in Europa viel sogenannte »ernste« Musik ihre populären Wurzeln. Die Wiener Klassik, so komplex sie besonders bei Mozart und Haydn in Erscheinung tritt, ist ohne die böhmische Musizierlust nicht denkbar. Die Hochromantik hat ihr Fundament im einfachen Lied, der russische Nationalstil des 19. Jahrhunderts bezieht sich auf volkstümlich Tradiertes und die französische Moderne nimmt spanische, arabische oder gar balinesische Anregungen auf. Diese Begegnungen zwischen den Ursprüngen und ihren Verfeinerungen in der sogenannten Hochmusik sind Orientierungspunkte des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover für die Konzertspielzeit 2012/13, die neben hochrangigen Solisten an klassischen Instrumenten wie Klavier, Violine oder Violoncello auch Instrumente wie Dudelsack, Akkordeon oder Kastagnetten in ihr Programm zu integrieren sucht, unter dem Motto: Freude am Fremden.


Der Terminus »Völkerverbindendes« liegt nahe, und man darf gespannt sein auf sinnliche und geistreiche Begegnungen, die zumindest friedlicher sind als auf manchem Sportplatz.


Wir wünschen Ihnen viel Spaß und gute Unterhaltung.

Das Niedersächsische Staatsorchester Hannover &ndash © Thomas M. Jauk
© Christian Brachwitz
© Christian Brachwitz
© Thomas Huppertz
© Thomas Huppertz