Spielplan > MONATSSPIELPLÄNE > Dezember 2012 > Alice im Wunderland Alice im WunderlandBallett von Jörg MannesMo 31.12.12 | 19:30–21:25 | Opernhaus Fantasy im Wunderland – groteske Figuren und ein Mädchen, dessen Neugier und Furchtlosigkeit auf die Probe gestellt werden, spielen die Hauptrollen in Jörg Mannes' Ballett für Junge und Erwachsene.
Vor knapp 150 Jahren begann die Erfolgsgeschichte von Alice im Wunderland: An einem schönen Sommertag in Oxford unternahmen zwei Dozenten einen Ausflug mit den drei Kindern des Dekans der Universität. Während der Bootsfahrt auf der Themse unterhielt der Mathematiker Charles Lutwidge Dodgson die Gesellschaft mit einer erfundenen Geschichte, deren Heldin, wie eines der Mädchen, Alice hieß. Schon als Kind hatte Dodgson für seine Geschwister Erzählungen aufgeschrieben, und am Tag nach dem Ausflug bat auch die zehnjährige Alice Pleasance Liddell ihn darum, das zu tun, weil er diesmal so besonders gut erzählt habe. Vier Jahre später lag die Geschichte gedruckt vor und eroberte die Leser im Sturm. Dodgson hatte das Werk – wie alle seine nichtwissenschaftlichen Schriften – unter dem Pseudonym Lewis Carroll veröffentlicht. Alice liegt auf einer Wiese und langweilt sich, als sie ein sprechendes, weißes Kaninchen sieht, das dauernd nervös auf seine Uhr schaut und Angst hat, zu spät zu kommen. Sie folgt ihm in seinen Bau, gerät ins Fallen und saust immer tiefer und tiefer. Schließlich gelangt sie in eine große Halle mit vielen Türen. Sie trinkt aus einer Flasche und wird klein, dann macht ein Kuchen sie groß und ein Fächer wieder klein. Sie fällt in den Tränensee, den sie selbst geweint hat, und durchschwimmt ihn zusammen mit einer Maus. Nach einem Wettrennen mit verschiedenen Vögeln und anderen Tieren geht sie ins Haus des weißen Kaninchens, wird riesengroß und dann wieder klein. Im Wald trifft sie eine Raupe und findet mit ihrer Hilfe den Pilz, der sie wachsen oder schrumpfen lässt. Danach kommt Alice zur Herzogin und ihrer Köchin und lernt die Cheshire Cat kennen. Die ewige Teeparty mit dem Märzhasen, dem Hutmacher und dem Siebenschläfer wird ihr schließlich zu dumm. Sie geht weiter und gelangt endlich wieder in die Halle. Durch die kleinste Tür betritt sie das Reich von Herzkönig und Herzkönigin, wo alle Menschen wie Spielkarten aussehen und ständig jemand geköpft werden soll. Es wird ein Krocketspiel veranstaltet, bei dem Flamingos die Schläger, Igel die Bälle und Soldaten die Tore bilden. Alice wird von der Königin zum Tode verurteilt, aber vom König begnadigt. Bei der Gerichtsverhandlung um die gestohlenen Törtchen der Königin begegnet Alice dem weißen Kaninchen, dem Hutmacher, dem Märzhasen, dem Siebenschläfer und vielen anderen wieder, die sie auf ihrem Weg durchs Wunderland kennen gelernt hat. Sie wird als Zeugin aufgerufen, widerspricht der Königin und lässt sich von ihr nicht mehr den Mund verbieten. Zum Schluss sprengt Alice mit ihrer Größe die Verhandlung – und findet sich auf der Wiese wieder, wo ihr verrücktes Abenteuer begann.
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