Inszenierung »Der Ring des Nibelungen«
Barrie Kosky wurde in Melbourne geboren, wo er Musik und Theater studierte. In Australien inszenierte er »King Lear« mit der Bell Shakespeare Company und u.a. »Nabucco« und »Wozzeck« am Sydney Opera House. 1996 war er Künstlerischer Direktor des Adelaide Festival of The Arts und zwischen 2001 und 2005 Co-Direktor am Schauspielhaus Wien, wo er »Medea«, »Boulevard Delirium«, »The Jewtopia Trilogy«, »Das verräterische Herz«, »Poppea« und »Hoffmanns Erzählungen« inszenierte. Zu seinen letzten Arbeiten in Australien zählte im Sommer 2006 in Sydney das Theaterprojekt »The Lost Echo«, eine achtstündige theatralische Phantasie über Ovids »Metamorphosen«, bei der er als Autor, Regisseur, Musikchef und Pianist fungierte. Im deutschsprachigen Raum setzte Barrie Kosky »Le Grand Macabre« von György Ligeti, »Figaros Hochzeit«, »Iphigenie auf Tauris«, »Kiss me Kate«, »Rigoletto« (alle an der Komischen Oper Berlin), Monteverdis »L’Orfeo« (Staatsoper Unter den Linden), »Lohengrin« (Wiener Staatsoper), Brittens »A Midsummer Night’s Dream« (Bremer Theater), »Der fliegende Holländer«, »Tristan und Isolde« und »Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny« von Kurt Weill (Aalto-Theater Essen) in Szene. Im Sommer 2010 inszenierte er er im Rahmen der Münchener Opernfestspiele mit großem Erfolg Strauss’ »Die schweigsame Frau« an der Bayerischen Staatsoper, mit Diana Damrau und Franz Hawlata in den führenden Rollen. Zukünftige Projekte führen in mit »Dido and Aeneas/Herzog Blaubarts Burg« an die Oper Frankfurt und mit »Rusalka« an die Komische Oper Berlin, deren Intendant er ab der Spielzeit 2012/13 sein wird. Koskys Inszenierungen von Benjamin Brittens »Peter Grimes« und Leoš Janáčeks »Aus einem Totenhaus« (2009 mit dem FAUST-Preis ausgezeichnet) an der Staatsoper Hannover ernteten auch überregional ebenso große Begeisterung wie »Das Rheingold«. In dieser Spielzeit wird er in Hannover Wagners »Der Ring des Nibelungen« mit den letzten beiden Teilen vollenden.