Lady in the Dark

Pressestimmen zu »Lady in the Dark«

echte Entdeckung

Mit dem seltenst gespielten Weill-Musical ist der Staatsoper eine echte Entdeckung gelungen: Ausstattungstheater vom Feinsten, dazu eine Inszenierung und eine neue Textfassung, die das 60 Jahre alte Musical mit seinem Burnout-Thema aktuell, witzig, intelligent und bewegend strahlen lassen. (...) Die Traumszenen sind voll von weiteren guten Ideen. Judith Peter kann mit ihren Kostümen aus dem Vollen schöpfen und das große Ensemble für alle Träume neu und fantasievoll ausstatten – etwa, wenn Liza vom Tanz mit dem Filmstar Randy Curtis träumt und das Ballett mit über- und zweidimensionalen Masken der beiden aufläuft. Melissa King nutzt für ihre Choreographien geschickt die Effekte, die der Spiegel ermöglicht. Und die Videoprojektionen von Max Friedrich und Daniel Wolff visualisieren die Ängste und Wünsche Lizas. (...) Roman Hinzes Neuübersetzung ist flüssig, witzig und kommt ohne sperrige Begriffe aus. Und Davids setzt die privaten und beruflichen Wirrungen erfreulich unprätentiös in Szene. (...) Also, warum wird »Lady in the Dark« so selten gespielt? Für kleine Häuser ist die aufwendige Show sicherlich nichts, aber den großen Bühnen sei sie ans Herz gelegt. Die rundum gelungene Produktion in Hannover ist die beste Werbung dafür.

+ 24.10.11 + Musicalzentrale + Robin Jantos +

Burnout am Broadway

Heute ist die, zugegeben anspruchsvoll aufwendige »Dame im Dunkel«, die in Deutschland bisher kaum ins Scheinwerferlicht treten durfte, das Musical der Stunde. (...) Es geht in »Lady in the Dark« nämlich um Erschöpfungszustände und Psychoanalyse, Freudiana und Frigidität, Nerven und Neurosenkavaliere, Mode und mentale Ausfälle: Burnout am Broadway also. (...) Wunderbar souverän bewegen sich hier unter Matthias Davids scheinbar lässiger, sich nie mit unnötigen Aktualisierungen in den Vordergrund schiebender Regie die Darsteller, verändert sich das eigentlich karge, geschickt mit Videos aufgepeppte Bühnenbild. (...) Da wirbeln zwischen weißen Traumnebeln Vernissagen und Abschlussfeiern durcheinander, wird Lizas zeitgenössisches Porträt zur Drei-Cent-Briefmarke, tanzen Clowns und Cowboys, Brautjungfern und Layouter.

+ 18.10.11 + Die Welt + Manuel Brug +

Im Modezirkus

In Hannover wurde das selten gespielte Broadway-Musical zu Recht gefeiert. (...) Matthias Davids, der in Hannover schon mehrfach gezeigt hat, wie gute (und kluge) Unterhaltung aussieht, koordiniert diese Sprünge [zwischen Redaktionsbüro, Psychiaterpraxis und Traumwelten Anmerk. d. R.] punktgenau und hat immer noch einen Einfall parat. Heinz Hauser hat ihm mit einer Spiegelkonstruktion einen raffiniert zu nutzenden Spielraum geschaffen – und später für die Gerichtsszene im Zirkustraumbild auch noch ein pfiffiges Bild. Kostümbildnerin Judith Peters durfte in die Vollen greifen. Man kann gar nicht so schnell hinsehen, wie die Kleider gewechselt werden.

+ 18.10.11 + Die Deutsche Bühne - online + Rainer Wagner +

Zwischen Realität und Traum

Bei seiner Inszenierung von «Lady in the Dark” greift Regisseur Matthias Davids in die Vollen. Die Zuschauer dürfen sich auf ein spektakuläres Bühnenbild, raffinierte Projektionen und eine bravouröse Hauptdarstellerin freuen.

+ 20.10.11 + Cellesche Zeitung + Hartmut Jakubowsky +

Ins rechte Licht gerückt

Allen voran Winnie Böwe, die als Liza Elliot eine Traumbesetzung ist, weil sie den rechten Ton trifft. Ob »Die Geschichte der Jenny« oder das sinnstiftende Lied »Mein Schiff«, (...) Winnie Böwe meidet Opernpathos, ohne sich im Nightclub zu verirren. (...) Melissa Kings Choreografie wird vom Ballett gewitzt umgesetzt,  und das Ensemble demonstriert, wie homogen Schauspieler, Sänger und Sängerschauspieler zusammen arbieten. Zumal Mark Rohde am Dirigentenpult alles und alle souverän koordiniert – etwa auch Uwe Kramer als Psychiater Dr. Brooks, Christopher Tonkin als Schauspielstar Randy Curtis oder Roland Wagenführer als Bye-bye-Big-Daddy Kandell Nesbitt. Kerstin Thielemann (Maggie Grant), Katharina Solzbacher (Alison Du Bois) und die herrlich schräge Mareike Morr (Elinor Foster) geben dem Modezirkus sogar noch etwas mehr Zucker.

+ 17.10.11 + Hannoversche Allgemeine Zeitung + Rainer Wagner +

Burn-out im Modebereich

Hannovers Staatsoper hat sich an diesen in Deutschland äußerst selten aufgeführten Klassiker gewagt und ihn passagenweise angemessen knallig (Regie: Matthias Davids) auf die Bühne gestellt.

+ 17.10.11 + Neue Presse + Henning Queren +