Paradiso

Ballett von Jörg Mannes

Musik von Giovanni Sollima und anderen

Uraufführung der Choreographie am 12. Juni 2015

  • Patrick Michael Doe, Ensemble
    © Gert Weigelt
  • Michèle Stéphanie Seydoux, Joseph Gray
    © Gert Weigelt
  • Rubén Cabaleiro Campo, Lilit Hakobyan, Denis Piza, Debora Di Giovanni
    © Gert Weigelt
  • Ensemble
    © Gert Weigelt
  • Denis Piza
    © Gert Weigelt
  • Ensemble
    © Gert Weigelt
  • Ensemble
    © Gert Weigelt
  • Ensemble
    © Gert Weigelt
  • Joseph Gray, Michèle Stéphanie Seydoux
    © Gert Weigelt
  • Joseph Gray
    © Gert Weigelt
  • Denis Piza, Giada Zanotti
    © Gert Weigelt
  • Michèle Stéphanie Seydoux, Joseph Gray
    © Gert Weigelt
  • Denis Piza, Patrick Michael Doe
    © Gert Weigelt
  • Denis Piza, Lilit Hakobyan
    © Gert Weigelt
  • Anastasiya Bobrykova
    © Gert Weigelt

ZUM STÜCK

Zu Anfang des 15. Jahrhunderts entstand am Oberrhein ein Gemälde von etwa fünfundzwanzig auf fünfunddreißig Zentimetern Größe: das Paradiesgärtlein, das heute im Frankfurter Städel Museum hängt. Es zeigt Maria, das Jesuskind, Heilige und Engel, die lesend und musizierend in einem kleinen, nach hinten von Mauern begrenzten Garten lagern. Ihr friedliches Beisammensein hat der unbekannte Maler mit größter Liebe zum Detail dargestellt. Vierundzwanzig Pflanzen- und zwölf Vogelarten zeugen von genauer Naturbeobachtung. Gerade deshalb fallen die Zeichen ins Gewicht, die das Paradiesische stören: die Anklänge an einen Liebesgarten, die fehlenden Früchte am Baum der Erkenntnis, die pickende Blaumeise und der jagende Eisvogel als Verweis auf den Tod. Das kleine Bild konnte bis heute nicht vollkommen entschlüsselt werden, und vielleicht macht genau das seinen Zauber aus.

»Es gibt kein Paradies ohne Hölle«, bemerkt Jörg Mannes dazu. Und so macht er sich in seinem neuen Ballett auf die Suche nach dem Garten Eden. Aber dieser Ort wird nicht leicht zu finden sein, vor allem weil jeder Einzelne eine ganz andere Vorstellung davon hat. Arkadien kann in diametral entgegengesetzten Richtungen liegen. Ist es also im Chaos oder in der Ordnung zu suchen? Im Gleichklang oder in der Widersprüchlichkeit? Und vor allem: Können wir uns das Paradies auf Erden erschaffen? Oder müssen wir auf das Jenseits hoffen?

In Giovanni Sollima findet der Choreograph seinen kongenialen Partner auf der Suche nach dem Unmöglichen. Der italienische Cellist und Komponist war mit seinen Werken bereits in drei Balletten von Jörg Mannes präsent. Nach »Lux« (2009), »Ein Stück Zeit« (2010) und »Inferno« (2013) wird Sollima zu »Paradiso« erstmals eine Neu-Komposition beitragen.

 

Giovanni Sollima stammt aus einer Musikerfamilie und wurde in Palermo geboren. Er studierte Violoncello bei Antonio Janigro und Komposition bei seinem Vater Eliodoro Sollima und Milko Kelemen. Während seiner internationalen Karriere  als Cellist arbeitete er mit Musikern wie Claudio Abbado, Giuseppe Sinopoli, Jörg Demus und Martha Argerich.

Von früher Jugend faszinierte Giovanni Sollima jede Art Musik, und er suchte nach neuen Verschmelzungen der unterschiedlichen Genres Klassik, Rock, Jazz und Volksmusik aus Sizilien und anderen Mittelmeerländern. Inzwischen tritt Sollima hauptsächlich als Interpret eigener Werke an die Öffentlichkeit. Als Solist spielte er seine Musik mit unterschiedlichen Formationen – darunter die von ihm 1997 in New York gegründete Giovanni Sollima Band – an prestigeträchtigen Plätzen wie der Carnegie Hall New York und dem Concertgebouw Amsterdam oder der Wigmore Hall London, aber auch an alternativen Orten wie der Knitting Factory in New York.

Giovanni Sollima arbeitete zusammen mit Regisseuren wie Robert Wilson, Peter Greenaway, Peter Stein oder Marco Tullio Giordana und Choreographen wie Carolyn Carlson und Karole Armitage.

PRESSESTIMMEN

Pressestimmen

Einfach paradiesisch! Deister- und Weser-Zeitung, 15.06.15
mehr
Engelchen, Engelchen, flieg! Hannoversche Allgemeine Zeitung, 15.06.15
mehr
Feuerwerk der Sinne NDR Kultur, 12.06.15
mehr
Im Paradies wird gebadet Neue Presse, 15.06.15
mehr

VIDEO

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Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Mark Rohde
Choreographie
Jörg Mannes
Bühne
Florian Parbs
Kostüme
Rosa Ana Chanzá
Licht
Peter Hörtner
Dramaturgie
Brigitte Knöß
Choreographische Assistenz
Mathias Brühlmann /
Monica Caturegli

Besetzung

Besetzung

Adam
Joseph Gray /
Demis Moretti
Eva
Lauren Anne Murray /
Michèle Stéphanie Seydoux
Schlange
Anastasiya Bobrykova
V
Orazio Di Bella /
Patrick Michael Doe

Ballett der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

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Produktion empfohlen ab 10 Jahren

 

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