Iphis

Oper von Elena Kats-Chernin

ab 13 Jahren

Oper für sechs Sänger und neun Musiker (1997/2004 – 05)

Libretto von Richard Toop nach den »Metamorphosen« des Ovid

Übersetzung von Christopher Baumann

Deutschsprachige Erstaufführung

Premiere der Inszenierung am 29. März 2019

Premiere | Fr 29.03.19 | 11:00 | Ballhof Eins

ZUM STÜCK

Mädchen kosten Geld. Mädchen dürfen nicht arbeiten und werden irgendwann schwanger. Mädchen bringen einen Mann ins Grab – so einfach ist die Rechnung von Ligdus, einem werdenden Vater. Hochschwanger ist seine Frau, Telethusa, und er wünscht sich nichts sehnlicher als einen Sohn. Sollte Telethusa ein Mädchen zur Welt bringen, sieht Ligdus in Anbetracht der finanziellen Konsequenzen nur einen Ausweg für das Neugeborene: es zu töten.

Doch wer eine solch eigennützige Rechnung über ein Menschenleben aufmacht, darf sie nicht ohne die Götter machen – die in diesem Falle durchaus einen hintersinnigen Humor an den Tag legen: Als Ligdus sie auf Anraten seiner Frau anruft mit der Bitte, ihm einen Sohn zu schenken, weisen die Götter ihn aufgrund seiner bisher mangelnden Gebetsfrequenz zurück und mischen sich nicht in die Geschlechterfrage seines Nachwuchses ein.

Und so kommt es: Ein Mädchen wird geboren, erhält den Namen Iphis und wird von allen für einen Jungen gehalten. »Er« entwickelt sich zu einem ausgesprochen intelligenten »Jungen«, wird des Vaters ganzer Stolz. Schließlich verheißt der aufgeweckte »Sohn« als gute Partie eine Heirat in eine wohlhabende Familie hinein. Tatsächlich findet Ligdus die passende Braut für Iphis: Ianthe kommt aus reichem Hause, und obendrein beobachtet er beim Kennenlernen der beiden Jugendlichen eine gegenseitige Zuneigung zwischen Iphis und Ianthe. Zufrieden beraumt Ligdus die Hochzeit an; doch ahnt er noch nichts von dem großen Durcheinander, das er mit seiner »idealen« Paarung verursacht.

Mit einem stark grotesk-komischen Unterton hinterfragt die usbekisch-australische Komponistin Elena Kats-Chernin in ihrer Oper traditionelle Rollen- und Geschlechterbilder und erzählt nicht ohne Liebe die Geschichte einer Familie, die sich wiederholt in absurde Situationen manövriert. Bei allem absurden Chaos, vermittelt in lustvoll zupackender Musik, stellt sich aber doch heraus: Liebe ist universal, Liebe ist menschlich und im doppelten Sinne ein göttliches Vergnügen.

TERMINE & KARTEN

Termine

29.03.19Fr 11:00Karten
04.04.19Do 18:00Karten
05.04.19Fr 11:00Karten
13.05.19Mo 18:00Karten
19.05.19So 15:00Karten
20.05.19Mo 18:00Karten

Leitungsteam

Leitungsteam

Musikalische Leitung
Siegmund Weinmeister
Inszenierung
Claudia Isabel Martin
Bühne
Katharina Laage
Kostüme
Sandra Maria Paluch
Licht
Erik Sonnenfeld
Dramaturgie
Swantje Köhnecke

Besetzung

Besetzung

Iphis
Anna Schaumlöffel
Telethusa
Marlene Gaßner
Lidgus
Uwe Gottswinter
Ianthe/3. Hebamme
Ylva Stenberg
1. Gott/1. Erzieher/1. Hebamme
Daniel Preis
2.Gott/2. Erzieher/2. Hebamme
Gihoon Kim
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover

Theaterpädagogische Angebote

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Produktion empfohlen ab Klasse 8

 

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